Bedeutet Sure 2 Vers 62 über die Juden und Christen?
Von: Yasin al-Hanāfī und Mohamed al-Shāfīʿī
Die Frage, ob hier über Juden und Christen gesprochen wird und ob solche Terme wie „Juden“ und „Christen“ vorkommen, beantworten wir dann, wenn wir die arabische Stelle dieser Sure zitieren, worin es heisst:
62.
إِنَّ
الَّذِينَ ءَامَنُوا وَالَّذِينَ هَادُوا
وَالنَّصَارَى وَالصَّابِئِينَ مَنْ
ءَامَنَ بِاللَّهِ وَالْيَوْمِ الْآخِرِ
وَعَمِلَ صَالِحًا فَلَهُمْ أَجْرُهُمْ
عِنْدَ رَبِّهِمْ وَلَا خَوْفٌ عَلَيْهِمْ
وَلَا هُمْ يَحْزَنُونَ
In
diesen Vers beachten wir die zwei Stellen „wa alladhīna Hādu“
und „wa al-Nasāra“. Bezüglich diese beiden stellen lesen wir
aus dem al-Jāmīʿ lī Ahkām al-Kurʿān von den grossen Ashʿārī
Gelehrten Imam al-Qurtūbī:
قوله
تعالى :
والذين
هادوا معناه صاروا يهودا ، نسبوا إلى
يهوذا وهو أكبر ولد يعقوب عليه السلام ،
فقلبت العرب الذال دالا ؛ لأن الأعجمية
إذا عربت غيرت عن لفظها .
وقيل
:
سموا
بذلك لتوبتهم عن عبادة العجل .
هاد
:
تاب
.
والهائد
:
التائب
، قال الشاعر
:
إني
امرؤ من حبه هائد
أي
:
تائب
.
وفي
التنزيل :
إنا
هدنا إليك أي :
تبنا
.
وهاد
القوم يهودون هودا وهيادة إذا تابوا .
وقال
ابن عرفة :
هدنا
إليك أي :
سكنا
إلى أمرك .
والهوادة
السكون والموادعة .
قال
:
ومنه
قوله تعالى :
إن
الذين آمنوا والذين هادوا .
وقرأ
أبو السمال :
" هادوا
"
بفتح
الدال
.
„wa
alladhīna Hādu“ bedeutet, jene die Juden sind. Diese schreibt man
dem ganz grossen Sohn von Yaʿkūb, Yahūdha zu. Die Araber haben
hier die Buchstabe „Zall“ in „Dall“ umgewandelt. Wenn man ein
Wort was nicht arabisch ist arabisieren will, dann kann die
ursprüngliche Aussprache nicht ehr vorhanden sein. Gemäss einer
anderen Ansicht, ist der Grund weshalb man ihnen diesen Namen gab
der, weil sie nachdem sie Buzaǧi angebetete haben, die „Tawbāh“
gemacht haben. Denn „Hadā“ bedeutet „Hat Tawbāh (Reue)
gemacht“ und „Haīd“ bedeutet „der der Tawbāh (Reue) macht.“
Der Dichter sagt auch:
„Ich
bin jemand, der auf Grund seiner Liebe Haīd (Tawbāh – Reue)
macht.“
Im
Kurʿān al-Karīm heisst es auch: „Īnna Hudnā īlaīka“ - „Wir
haben dir den Tawbāh gemacht“ (Sure al-Aʿraf Vers 156) Ībn
al-Arafa sagt, dass die Stelle „Hudnā īlaīka“ wie folgt
bedeuten soll: „Wir haben deinen Befehl mit Liebe und ohne
Wiedersetzung akzeptiert.“ Denn „Hawāda“kommt zu der Bedeutung
wie „sich dem nicht zu widersetzen“ und „auf eine Einigkeit zu
berufen“. Genau in solch einer Weise, kommt die Bedeutung zu dem
Vers: „Diejenigen die den Īmān gemacht haben, die Juden...“.
قوله
تعالى :
والنصارى
جمع واحده نصراني .
وقيل
: نصران
بإسقاط الياء ، وهذا قول سيبويه .
والأنثى
نصرانة ، كندمان وندمانة .
وهو
نكرة يعرف بالألف واللام ،
Der
Wort „al-Nasāra“ welches die Bedeutung der „Christen“ beschreibt ist ein Plural. Der Singular dieses Wortes lautet
„Nasrānī“ Auch hat man gesagt, dass es hier der „Nasrān“
ohne Yaʿ ist. Die Feminine Form dieses Wortes lautet: „Nasrān“.
Diese sind wie die Wörter „Nadmān wa Nadmāna“ d.h „Bedauern“.
(...)
ولكن
لا يستعمل نصران ونصرانة إلا بياءي النسب
؛ لأنهم قالوا :
رجل
نصراني وامرأة نصرانية .
ونصره
: جعله
نصرانيا .
وفي
الحديث : (
فأبواه
يهودانه أو ينصرانه )
. وقال
عليه السلام :
( لا
يسمع بي أحد من هذه الأمة يهودي ولا نصراني
ثم لم يؤمن بالذي أرسلت به إلا كان من
أصحاب النار )
. وقد
جاءت جموع على غير ما يستعمل واحدها ،
وقياسه النصرانيون .
ثم
قيل : سموا
بذلك لقرية تسمى "
ناصرة
" كان
ينزلها عيسى عليه السلام فنسب إليها فقيل
: عيسى
الناصري ، فلما نسب أصحابه إليه قيل
النصارى ، قاله ابن عباس وقتادة .
وقال
الجوهري :
ونصران
قرية بالشام ينسب إليها النصارى ، ويقال
ناصرة . وقيل
: سموا
بذلك لنصرة بعضهم بعضا ،
وقيل
:
سموا
بذلك لقوله :
من
أنصاري إلى الله قال الحواريون نحن أنصار
الله
.
(...)
Solche Wörter wie „Nasrān“ und „Nasrāna“ wird angewendete
indem man dies dem „Yaʿ“ zuschreibt. Denn die Araber benutzen
diese Wörter in ihrer Aussprache in solche einer weise wie: „Ein
Nasrānī-Mann und eine Nasrāna Frau“. „Nassara“ ist das
„Nasrānī“ machen. In einen Hadīth al-Shārīf heisst es:
„Seine Mutter oder sein Vater könnte ihn noch zu einen Juden oder
einen Nasrānī machen.“ [Sahīh Bukhārī, Janāīz 80, 93, Qadar
3; Sahīh Muslim, Qadar 22 - 25]
In
einen anderen Hādīth sagt der Prophet sallallahu ʿalaīhī wa
sallam: „In dieser Ummah (die Menschen die kommen werden welche ich
zum Dīn aufrufe), die Juden und die Nasrānī, welche von mir gehört
haben und nicht den Imān auf das machen was ich gebrachte habe,
werden gewiss in die Hölle eintreten.“ [Sahīh Muslim, Imān 240]
Gemäss
einer anderen Ansicht ist der Grund für die Bezeichnung an die
Christen „Nasāra“ der, wegen einer Stadt die „Nāsīra“
heisst. Hier wohnte und hauste Ìsa ʿalaīhīs Salam und indem man
dies in betracht zog, sagte man auch „Īsa al-Nāsīrī“. Jene
die ihm folgten und sich ihm zuschrieben, nannte man auch „Nasāra“.
Diese Erläuterung machten ʿībn Abbās und Qatāda.
Al-Jawhārī
sagt: „Nāsran“ ist eine Stadt aus Syrien, zu welche man die
„Nasāra – Christen“ zuscchreibt. Man hat auch gesagt, dass der
Name dieser Stadt „Nāsīra“ heisst. Man sagte, dass der Grund
dafür sie so zu nennen der ist, da sie untereinander „Nūsra“
(Helfer) gewesen sind.
Gemäss
einer anderen Ansicht, weshalb man sie so nannte ist der, da Allah im
Kurʿān sagt: „Als Jesus dann ihren Unglauben
wahrnahm, sprach er: «Wer will mein Helfer (ansārī) sein in Allahs
Sache?»Die Jünger antworteten: «Wir sind Allahs Helfer. Wir
glauben an Allah. Und bezeuge du, daß wir gehorsam sind.“
(Sure al-Imrān Vers 52]
Die
Frage was der Vers zu bedeuten hat, lesen wir aus dem Tafsīr
al-Kurʿān von den grossen Ashʿārī Gelehrten ʿībn Kathīr, der
folgendes zu der Sure al-Baqara Vers 62 sagt:
وقال
السدي :
( إن
الذين آمنوا والذين هادوا والنصارى
والصابئين من آمن بالله واليوم الآخر
وعمل صالحا )
الآية
:
نزلت
في أصحاب سلمان الفارسي ، بينا هو يحدث
النبي صلى الله عليه وسلم إذ ذكر أصحابه
، فأخبره خبرهم ، فقال :
كانوا
يصومون ويصلون ويؤمنون بك ، ويشهدون أنك
ستبعث نبيا ، فلما فرغ سلمان من ثنائه
عليهم ، قال له نبي الله صلى الله عليه
وسلم :
يا
سلمان ، هم من أهل النار .
فاشتد
ذلك على سلمان ، فأنزل الله هذه الآية ،
فكان إيمان اليهود :
أنه
من تمسك بالتوراة وسنة موسى ، عليه السلام
؛ حتى جاء عيسى .
فلما
جاء عيسى كان من تمسك بالتوراة وأخذ بسنة
موسى ، فلم يدعها ولم يتبع عيسى ، كان
هالكا .
وإيمان
النصارى أن من تمسك بالإنجيل منهم وشرائع
عيسى كان مؤمنا مقبولا منه حتى جاء محمد
صلى الله عليه وسلم ، فمن لم يتبع محمدا
صلى الله عليه وسلم منهم ويدع ما كان عليه
من سنة عيسى والإنجيل -
كان
هالكا
.
Al-Sūddī
sagt, dass dieser Vers wegen den Leuten von Salmān al-Farsī
offenbart wurden ist. Als er mit den Propheten sprach, erzähle er
von seinen Freunden und überbrachte ihre Nachricht: „Die beten,
sie fassten und machen den Imān zu dir. Sie bezeugten, dass du als
Prophet kommen wirst.“ Als Salmān radialahuʿAnh mit sein Wort
fertig war, sagte der Prophet sallallahu ʿalaīhī wa sallam zu ihm:
„Sie gehören zu den Leuten der Jahannam (Hölle)“ Dies viel
Salmān sehr Schwer und darauf wurde dann dieser Vers offenbart.
Der
Glaube der Juden war es, sich an die Torah und der Sunna von Musa
ʿalaīhīs salam zu richten, bis Īsa ʿalaīhīs salam aufgetreten
ist. Sie vielen zu der Zerstörung (im Irrweg), da sie die Torah
nicht verliessen und sie Hz. Ìsa nicht gefolgt sind. Der Glaube der
Christen war es der Bibel und die Sharīʿah von Ìsa ʿalaīhīs
salam zu folgen. Bis Hz. Muhammed sallallahu ʿalaīhī wa sallam
aufgetreten ist, war es noch akzeptabel diesen weiter zu folgen.
Nachdem der Prophet nun aufgetreten ist, waren jene zerstört (im
Irrweg gefallen), da sie die Bibel nicht verliessen und Hz. Muhammed
sallallahu ʿalaīhī wa sallam nicht gefolgt sind.
Im
Tafsīr al-Kabīr Mafatīh al-Ǧaīb, legt der grosse Ashʿārī
Gelehrter Imām Fahr al-Dīn al-Rāzī drei Punkte vor, was diese
Ayah zu bedeuten haben könnte. Wir zitieren aber nur zwei
inshaʿAllah, damit der Rahmen dieses Beitrages nicht der Weite
gezogen wird:
وهو
قول ابن عباس .
المراد
الذين آمنوا قبل مبعث محمد بعيسى عليهما
السلام مع البراءة عن أباطيل اليهود
والنصارى مثل قس بن ساعدة ، وبحيرى الراهب
وحبيب النجار وزيد بن عمرو بن نفيل وورقة
بن نوفل وسلمان الفارسي وأبي ذر الغفاري
ووفد النجاشي فكأنه تعالى قال :
إن
الذين آمنوا قبل مبعث محمد والذين كانوا
على الدين الباطل الذي لليهود والذين
كانوا على الدين الباطل الذي للنصارى كل
من آمن منهم بعد مبعث محمد عليه السلام
بالله واليوم الآخر وبمحمد فلهم أجرهم
عند ربهم
.
Gemäss
der Ansicht von Abdullah ʿībn Abbas radiallahu ʿanh, bezieht sich
dieser Vers (Sure 2:62) auf diejenigen von Juden und Christen die dem
Gesetz von Ìsa ʿalaīhīs salam gefolgt sind. Zum Beispiel die
Leute von: Kuss ibn Saʿīda, Rahīb Bahīra, Habīb al-Najjār, Zaīd
ʿībn Amr ʿībn Nufayl, Waraka ʿībn Nawfall, Salmān al-Farsī,
Abū Zarr al-Ǧīfārī und Najashī. Demnach ist es so, als hat
Allahītaʿalā gesagt: „Allah hat eine grosse Belohnung für
diejenigen von den Christen und Juden die sich vor dem auftreten des
Propheten Muhammed sallallahu ʿalaīhī wa sallam in Falschheiten
befanden, und nun nachdem auftreten von Hz. Muhammed den Imān auf
Allah, dem jüngsten Tag und ihm gemacht haben.“
المراد
من قوله :
( إن
الذين آمنوا )
هم
المؤمنون بمحمد عليه الصلاة والسلام في
الحقيقة وهو عائد إلى الماضي ، ثم قوله
تعالى :
( من
آمن بالله )
يقتضي
المستقبل فالمراد الذين آمنوا في الماضي
وثبتوا على ذلك واستمروا عليه في المستقبل
وهو قول المتكلمين
.
Der
Zweck des Satzes im Kurʿān „īnnalladhīna āmanū...“ sind
wirklich jene die an den Propheten Muhammed sallallahu ʿalaīhī wa
sallam den Imān gemacht haben. Diese Überlieferung hat etwas mit
einer vergangenen Angelegenheit zu tun. Die Stelle welches später
kommt worin es heisst „Man āmana bīllāhī...“ - „Wer den
Imān zu Allah macht...“ spricht eine Angelegenheit an was kommen
wird. Demnach bedeutet dies: „Diejenigen, die hiervor den Imān
gemacht haben, und den Imān weiter fortsetzen immer und immer
während...“ Dies ist die Ansicht der „Mutakāllīmūn“ (ʿīlm
al-Kalām Gelehrten).
Schlusswort: Diese
zwei Punkte harmonieren miteinander. Abdullah ʿībn Abbas spricht
diejenigen von Juden und Christen an, die dem Rechten Weg der Torah
und der Bibel gefolgt sind. Unsere Kalām Gelehrten sagen: Diejenigen
die dem richtigen Torah, dann der richtigen Bibel, als dann dem
Kurʿān gefolgt sind. Genau diese kriegen den Lohn von Allah
subahanahu wa taʿala. Davon sind aber die Sorte von Christen und
Juden ausgeschlossen die wir heute kennen(!)
Und
Allah weiss es am besten.
Der letzte Satz Ihres Artikels ist falsch(!) Der Koran und seine Versen wiedersprechen sich zu genügend, eine seine Stärke unter vielen Anderen. Es gibt noch mehrere Verse die genau das gleiche Aussagen! Alle die an JHWH glauben, an den Jüngsten Tag und Gutes tun.......................................
AntwortenLöschenDer letzte Satz Ihres Artikels ist falsch(!) Der Koran und seine Versen wiedersprechen sich zu genügend, eine seine Stärke unter vielen Anderen. Es gibt noch mehrere Verse die genau das gleiche Aussagen! Alle die an JHWH glauben, an den Jüngsten Tag und Gutes tun.......................................
AntwortenLöschen